“COVID-19 als <Brennglas>: Was wir aus der Krise zum Thema Altern und Digitalisierung lernen können”
Dienstag, 10.11.2020, 10.00 – 13.00 Uhr
NEU: Programmerweiterung 13.00 – 14.00 Uhr
Nicht erst in Zeiten von COVID-19 ist ein kompetenter Umgang mit digitaler Technik zur Schlüsselkompetenz avanciert, die maßgeblich die Chancen auf Selbstständigkeit, Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe prägt. Und schon lange ist bekannt, dass ältere Menschen über vergleichsweise weniger Ressourcen verfügen, die Potenziale digitaler Technik für sich zu nutzen, als die jüngeren Generationen. In der gegenwärtigen Krise zeigt sich aber ganz besonders deutlich, in welchem Umfang Medien- und Technikkompetenz schon jetzt unseren Alltag und die Möglichkeiten Sozialer Teilhabe bestimmen. Und es ist abzusehen, dass technische Assistenzsysteme und digitale Medien auch und insbesondere für ältere Menschen immer unentbehrlicher sein werden, um alltägliche Herausforderungen zu meistern und soziale Bedürfnisse zu befriedigen. Derzeit kann wie unter einem Brennglas studiert werden, welche Auswirkungen fehlende digitale Kompetenzen und Ressourcen für das soziale Miteinander, den Erhalt von Lebensqualität und der Unterstützung älterer Menschen haben, wenn Kontaktbeschränkungen direkte Begegnungen und Austausch verhindern. Dies gilt für den häuslichen Bereich, die ambulante Versorgung und Pflege ebenso wie für den institutionellen Bereich.
Wir stellen diese Ausgangssituation in den Fokus unseres Online-Symposiums und präsentieren in diesem Rahmen Forschungs- und Praxisprojekte, die mögliche Antworten auf die gegenwärtigen Herausforderungen liefern. Und wir laden Sie dazu ein, die Erkenntnisse mit uns zu teilen und in den notwendigen Diskurs zu gehen. Als Teil des Online-Symposiums werden sich eingeladene Expert*innen aus wichtigen gerontologischen Praxisfeldern und Akteure der Versorgungslandschaft zu den Vorträgen und Ergebnissen austauschen.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Prof. Dr. Hans-Werner Wahl Prof. Dr. Claudia Müller
Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff PD Dr. Helga Pelizäus
Programm
10:00 – 10.10 Uhr | Begrüßung und Einführung in das Symposium durch Sprechergruppe des Fachausschusses „Alter und Technik“ Grußworte der DGGG, Frau Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan |
10:10 – 10.20 Uhr | Moderation Claudia Müller Positionen des 8. Altersberichts zur Rolle digitaler Technologien für ältere Menschen in der COVID-19 Krise Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse |
10.20 – 11.00 Uhr | Moderation Claudia Müller & Cornelia Kricheldorff Forschungsbeiträge, Teil I |
10:20 – 10.30 Uhr | DemTab – Tabletgestützte ambulante Versorgung von Menschen mit Demenz: Leitlinienbasierte Behandungsplanung, individuelles Krankheitsmanagement und Vernetzung Julie O‘Sullivan, Sonia Lech, Jan-Niklas Voigt-Antons, Robert Greinacher, Paul Gellert, Adelheid Kuhlmey & Johanna Nordheim |
10:30 – 10.40 Uhr | Smartphone-Sprechstunden für Ältere als „Türöffner“ zu (digitaler) Techniknutzung und Medienkompetenz auch in Zeiten von COVID 19? Ergebnisse einer Fallstudie zur Transdisziplinär-partizipativen Entwicklung bedarfsorientierter Beratungsszenarien Birgit Apfelbaum |
10.40 – 10.50 Uhr | Diskussion der Beiträge |
10.50 – 11.00 Uhr | Pause |
11.00 – 11.40 Uhr | Moderation Hans-Werner Wahl & Helga Pelizäus Forschungsbeiträge, Teil II |
11.00 – 11.10 Uhr | Distance Caregiving – Covid-19 als „Brennglas” Stefanie Engler |
11.10 – 11.20 Uhr | Zur Situation der Langzeitpflege in Deutschland während der Corona-Pandemie Karin Wolf-Ostermann |
11.20 – 11.30 Uhr | Ermöglichen digitaler Teilhabe älterer Menschen – Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das freiwillige Engagement von Internethelfer*innen für ältere Menschen Janina Stiel |
11.30 – 11.40 Uhr | Diskussion der Beiträge |
11.40 – 12.00 Uhr | Pause |
12.00 – 13.00 Uhr | Moderation Cornelia Kricheldorff & Hans-Werner Wahl Kommentare von Stakeholdern und gemeinsame Diskussion: COVID-19 Krise, Technologien und ältere Menschen |
Statements von je 5-7 Minuten und Diskussion | Dr. Elisabeth Fix, Referentin Rehabilitation, Alten- und Gesundheitspolitik im Berliner Büro des Deutschen Caritasverband e.V Waltraud Kannen, Geschäftsführerin/ Pflegedienstleitung Sozialstation Südlicher Breisgau e.V. Dr. Alfons Maurer, Vorstand Paul-Wilhelm von Keppler Stiftung Dr. Heidrun Mollenkopf, BAGSO-Vorstand, Mitglied der UNECE-Working Group on Ageing, Vizepräsidentin der AGE Platform Europe Dr. Eckart Schnabel, Leiter der Forschungsstelle Pflegeversicherung des GKV-Spitzenverbandes, Berlin |
13.00 – 14.00 Uhr | Moderation Helga Pelizäus & Claudia Müller Forschungsbeiträge, Teil III |
13.00 – 13.10 Uhr | Altern und Digitalisierung vor und während der Corona-Pandemie: Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Schweiz Alexander Seifert |
13.10 – 13.20 Uhr | Kreative Interaktionen – Die alltagsweltliche Nutzung (digitaler) Technologien älterer Menschen in der Corona-Pandemie Cordula Endter, Vera Gallistl, & Anna Wanka |
13.20 – 13.30 Uhr | Analysen zum Zusammenhang der subjektiven IKT-Kompetenz mit sozialer Teilhabe bei älteren Onlinern: Ergebnisse einer Befragungsstudie während der Corona-Pandemie Anna Schlomann & Hans-Werner Wahl |
13.30 – 13.40 Uhr | Digitale Kommunikation im Alter – Erste Ergebnisse der CRISIS-Studie Isabelle Albert, Martine Hoffmann, Elke Murdock, Josepha Nell & Anna Kornadt |
13.40 – 14.00 Uhr | Diskussion der Beiträge und Farewell |
Poster auf der virtuellen Plattform der Veranstaltung:
Research related to older adults during the COVID-19 crisis: Supporting older adults learning from distance
Katerina K. Cerna & Claudia Müller
Digitale Exklusion und ihre Relevanz für gesellschaftliche Teilhabe im Alter
Anja Ehlers, Moritz Heß, Susanne Frewer-Graumann, Elke Olbermann & Philipp Stiemke
Chancen und Barrieren im Kontext der Digitalisierung in der stationären Langzeitpflege – Was lernen wir aus der Corona-Pandemie?
Lisa Fischer, Julia Wiedemann & Anneke Bühler
Anmeldungen zum Symposium mit Vor- und Zuname, Affiliation, Adresse und e-mail bis zum 08.11.2020 bitte an: Helga.pelizaeus@unibw.de . Wir werden Ihnen kurz vor der Veranstaltung einen link zum Einwählen per Email schicken. Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos.
Wichtiger Hinweis:
Alle Beiträge der Veranstaltung samt Abstracts stehen ab 06.11.2020 auf der Plattform der Veranstaltung zur Verfügung und werden bis 31.12.2020 einsehbar/abrufbar sein. Auch wird es eine Kommentarfunktion geben, die zur Kommentierung und Vernetzung genutzt werden.